Ausgeschlafen ging es um 12 Uhr Richtung Vigilfeier. Da einige nicht mehr mit dem Bus mitfahren konnten, wurde der Rest der Gruppe von Anwohnern spontan nach Krakau gebracht. Wieder einmal ein Zeichen der polnischen Gastfreundschaft. Wir ersparten uns viele Kilometer durch eine lange, aber enge, Zugfahrt. Mit schwerem Gepäck traten wir dann den 6 Kilometer langen Marsch an. 

Aufgrund der Menschenmassen auf der Straße, die zu unserem Bereich führte, mussten wir einen drei Kilometer langen Umweg laufen. Auf diesem Weg begangen wir den größten Fehler unseres Lebens. Da wir dachten es gäbe am Platz noch Pilgerpakete, liefen wir nicht zum ersten Stand zurück.  Nach etwas Gedrängel erreichten wie den Campus Misericordiae. Während die meisten unserer Gruppe einen Platz suchten, auf dem alle zusammen schlafen konnten (was sich später als fast unmöglich herausstellte) ging der Rest voller Hoffnung auf die Suche nach den heiß ersehnten Pilgerpaketen. 

Nach der drei stündigen Feier, auf der auch der Papst eine Rede hielt, kamen die Paketesucher erfolglos zurück. Da die Paketausgabestellen auf dem Gelände nicht nur völlig überrannt waren, sondern auch bald leer. Die einzige Ausbeute waren nach 3 stündiger Suche eine Kiste Äpfel und Radieschen. Und Lebensmittel, die wir in einem nahegelegenen Supermarkt gekauft haben.  

Die Enttäuschung der Gruppe war groß. Als wir dann ein paar Nonnen und einen polnischen Priester nach etwas zu essen fragten, motovierte dieser sofort seine ganze Gruppe mit uns ihr Essen zu teilen. So konnten wir die große Barmherzigkeit auf dem Weltjugendtag spüren.


Im Endeffekt endete der Tag nicht so schlimm, wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Nun lassen wie den Abend mit Musik, Kerzenschein und vielen barmherzigen Menschen ausklingen.
Toni, Becci und Sophie

Advertisements